Sowohl der Deutsche Sparkassen und Giroverband (DSGV) wie auch sein spanisches Äquivalent, die Spanische Konföderation von Sparkassen (Confederación Española de Cajas de Ahorros, CECA) empfehlen ihren angeschlossenen Instituten, Kunden und Mitarbeitern auf Schreibtabletts unterschreiben zu lassen, die eigens zur Erfassung von Unterschriften entwickelt wurden. Der DSGV sieht besonders großes Einsparpotential im Passivgeschäft - beispielsweise bei der Eröffnung eines Kontos oder der Unterzeichnung von Freistellungsaufträgen. Der Vortrag zeigt, welche Aspekte zu berücksichtigen sind um die Prozesse vertrauenswürdig und beweissicher zu gestalten.
Exemplarische Hochrechnungen der Kreditwirtschaft lassen durch die Digitalisierung der Unterschrift ein Einsparpotential von zirka drei Schweizer Franken pro Vorgang prognostizieren. Der Vortrag beleuchtet Aspekte den Return on Investment zu ermitteln.
Dort wo das Verfahren zum papierlosen Unterschreiben bereits eingeführt wurde sind die Rückmeldungen äußerst positiv:
- "Die Optimierungsempfehlung zum Einsatz der elektronischen Unterschrift wurde bereits von Sparkassen auf Herz und Nieren geprüft. Insbesondere die Reaktion der Kunden war sehr positiv und überraschte die Mitarbeiter im Markt."
- "Das Sicherheitsgefühl beim Kunden wird durch fälschungssichere Unterschriften erhöht."
- "Es sind kürzere Bearbeitungszeiten und Unterschriftsprüfungen in jeder Geschäftsstelle möglich."
Am meisten Erfahrung mit diesem Thema hat die Berliner Sparkasse mit der Digitalisierung von diversen Vorgängen im Passivgeschäft. Im Rahmen des "Modell P" der Sparkassen-Finanzgruppe gibt es den Projektbaustein "Elektronische Unterschrift". Dabei wird papierlos unterschrieben beispielsweise für die Eröffnung von Konten oder Aufträge zur Freistellung vor der Besteuerung von Kapitalerträgen. Die eigenhändige Unterschrift erlebt eine Renaissance im elektronischen Umfeld. Ausgereifte Schreibtabletts nehmen Unterschriftendaten in hochwertiger Qualität auf. Durch den Vergleich der unsichtbaren biometrischen Merkmale wie Schreibdruck und -geschwindigkeit lässt sich die Authentizität eines Unterzeichners verlässlich überprüfen. Immer mehr Kreditinstitute gehen dazu über beispielsweise bei der Kontoeröffnung auf das Papier zu verzichten. In der Schweiz verwendet seit 2008 der zweitgrößte Telekommunikationsanbieter, die Firma Sunrise, an ihren Countern Unterschriftentabletts vom Typ SignPad eSignio. Auch bei hoheitlichen Anwendungen kommt das Gerät mittlerweile für die hochwertige Erfassung von Unterschriften bei den Eidgenossen zum Einsatz.
Der Vortrag berichtet über bereits aktive Anwendungen von elektronischen Signaturen mit eigenhändiger Unterschrift im In- und Ausland. Er stellt Erkenntnisse aus diversen Projekten über die Anforderungen an Hardware und Software und Aspekte für die Wirtschaftlichkeitsrechnung. Es erwartet die Zuhörer eine umfassende Orientierung über derzeit verfügbare und kommende Erfassungsgeräte.
Rechtliche Aspekte werden ebenfalls beleuchtet: Je nach Sicherheitsbedarf lässt sich diese Form der elektronischen Unterschrift alleinig oder komplementär zu kryptographischen Verfahren einsetzen. Die bekannteste Ausprägung elektronischer Signaturen sind so genannte "qualifizierte elektronische Signaturen". Sie sind allerdings nur in relativ wenigen Geschäftsprozessen vorgeschrieben. In vielen Prozessen genügen auch fortgeschrittene elektronische Signaturen wie sie mit der digitalisierten eigenhändigen Unterschrift erzeugt werden können.
Softpro stellt Hardware und Software zum elektronischen Unterschreiben am Stand 6.28 vor. Mit dabei wird erstmals auch das SignPad Compact sein, ein kleines kompaktes Unterschriftentablett, quasi der kleine Bruder des SignPad eSignio.
