CeBIT 2009: Hoch im Kurs: die Digitalisierung eigenhändiger Unterschriften

Signatur Pavillon bietet kompakte Orientierungshilfe rund um die Unterschrift

[HANNOVER / BÖBLINGEN] - 3. März 2009: Die eigenhändige Unterschrift wird zunehmend für digitale Arbeitsabläufe wiederentdeckt - als Garant für Authentizität. Kein Wunder: Im Gegensatz zu anderen Lösungen ist das Unterschreiben ein gewohnter Vorgang und selbsterklärend. Elektronische Dokumente mit einer eigenhändigen Unterschrift zu versehen ist also nur ein scheinbarer Widerspruch.

Zum vierten Mal können sich Besucher am Signatur Pavillon in Halle 17 (Stand G04) darüber informieren wie eigenhändige Unterschriften vertrauenswürdig in digitale Prozesse eingebunden werden. Federführend in diesem Feld ist die gerade 25 Jahre alt gewordene Firma Softpro aus Böblingen und ihr langjähriger Partner Wacom Europe aus Krefeld.
 
 
 
Aus Sicht der beiden Partner brachte 2008 den Durchbruch für die Einbindung eigenhändiger Unterschriften in den digitalen Workflow. In breiter Form findet sich die Hardware und Software von Wacom und Softpro im Einsatz. Zu den Anwendern zählen Kreditinstitute, Versicherungen, Telekommunikationsanbieter und der Handel in diversen Ländern.
 
Ralph Maute, Produktmanager von Softpro verspricht: "Am Signature Pavillon können Messebesucher ausprobieren wie sich ohne Papier unterschreiben lässt: für die Eröffnung eines Kontos, den Antrag für eine Versicherung, einen Mobilfunkvertrag oder eine Lastschrift. Die Anwendungen entstanden zum Teil in enger Kooperation mit namhaften Partnern wie Adobe und Telecash."

Für die Partner Wacom und Softpro ist die Cebit nach wie vor die Schlüsselmesse, gerade wegen ihrer zunehmend internationalen Ausrichtung: Vor zwei Jahren wurde der Prototyp des heutigen Bestsellers, des SignPad eSignio erstmals in Hannover vorgestellt. Das gemeinsam entwickelte Pen Pad erfasst das Bild der Unterschrift und die beim Unterschreiben entstehenden Signaldaten in besonders hoher Qualität und ermöglicht einen verlässlichen automatischen Vergleich statischer und dynamischer (biometrischer) Unterschriftsdaten. Wacom ist nach eigenen Angaben weltweit führender Anbieter von Stifttabletts. Die "Penabled"-Erfassungstechnologie findet sich in einer Vielzahl von Geräten wieder. Am Signatur Pavillon werden neben dem SignPad eSignio zahlreiche weitere Geräte für die Erfassung von Unterschriften vorgestellt.

Neben den Lösungen zur Absicherung elektronischer Dokumente mit der eigenhändigen Unterschrift ist der zweite Themenschwerpunkt die Erkennung von Betrug im beleghaften Zahlungsverkehr und Möglichkeiten zur Vorbeugung. Alain Sarraf, Softpros CTO und langjähriger Experte für diesen Bereich: "Die Fälle von Betrug mit Überweisungen und Schecks steigen weltweit, gerade in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten. Wir stellen auf der Cebit vor, wie die Banken diese Herausforderung mit unserem runderneuerten Klassiker SignPlus meistern können." Da in manchen Ländern der Scheckbetrug regelrecht explodiert, haben sich bei Alain Sarraf und seinem Team auch bereits zahlreiche Besucher aus dem Ausland angekündigt.

Mit der Software von Softpro werden täglich Millionen von Unterschriften automatisch geprüft. Der Kundenstamm der Böblinger Firma wächst kontinuerlich. Die Liste der Kunden liest sich teilweise wie ein "Who is who" führender Kreditinstitute in der Welt. In jüngster Zeit kamen auch namhafte Anbieter von Telekommunikationsdienstleistungen, Versicherungen und dem Handel hinzu.

Großes Interesse erwartet

Heinz Reschke, Geschäftsführer von Softpro: "Wir gehen davon aus, dass 2009 die Betrugsbekämpfung bei der Bearbeitung von Überweisungen und Schecks für die Kreditinstitute im Mittelpunkt stehen wird. Branchenübergreifend interessiert die Kostensenkung durch Verzicht auf Papier im digitalen Workflow. Beide Male spielt die Unterschrift eine zentrale Rolle." Heinz Reschke berichtet über grosses Interesse am Ausstellungsangebot auch aus Übersee: "Wir erwarten zahlreiche Besucher aus dem Mittleren Osten, Asien und aus Afrika. Nachdem unsere Lösungen in Südafrika sehr erfolgreich eingesetzt werden, scheint sich das nun herum zu sprechen." Heinz Reschke weiter: "In der Bankenwelt fallen seit Beginn der Finanzkrise in rasantem Tempo die Ländergrenzen. So spüren wir gerade bei unseren deutschen Interessenten, dass ihnen unsere weltweite Erfahrung zunehmend wichtiger wird. Lieferanten mit globaler Präsenz und einem aktiven Netzwerk werden immer mehr bevorzugt. Die CeBIT ist die ideale Plattform um unsere internationale Ausrichtung unter Beweis zu stellen".

Umfassende Beratung und beispielhafte Lösungen aus der Praxis

Alain Sarraf: "Der Signatur Pavillon bietet die umfassendste Übersicht an Geräten zur Erfassung von Unterschriften. Gezeigt werden insbesondere Pen Pads mit und ohne Display. 2009 zeigen wir so viele Geräte und Lösungen wie noch nie zuvor auf der Cebit. Am Signatur Pavilion treffen die Besucher ausschließlich auf Berater, die sich mit der Hardware und Software langjährig beschäftigen. Gezeigt wird eine Vielzahl von Lösungen, in denen die eigenhändige Unterschrift die Authentizität sichert."

Digitalisierte Unterschrift spart Kosten

Der "Datenträger" Papier wird traditionellerweise überall dort verwendet, wo ein Dokument in Zweifelsfällen als Beweismittel dienen soll. So ist es heute nicht unüblich Dokumente ausschließlich für einen einzigen Zweck auszudrucken: Für die Unterschrift. Anschließend werden unterzeichnete Dokumente eingescannt, weiterverarbeitet und archiviert. Dieser Medienbruch kostet Zeit und Geld, außerdem birgt er zahlreiche Fehlerquellen. Rund zwei Euro pro Dokument lassen sich durch die sofortige Digitalisierung der eigenhändigen Unterschrift einsparen, so eine Berechnung eines der großen IT-Rechenzentren der deutschen Kreditwirtschaft. Die Sparkassen Informatik und die Finanz IT marschieren voran bei der Einführung durchgängig digitalisierter Prozesse: Sie bevorzugen dafür das Gespann Adobe und Softpro, die mit ihren aufeinander abgestimmten Produkten die Integrität und Authentizität erzeugter Dokumente mit hoher Beweiskraft garantieren.

Neue Wertschätzung für Unterschriften

Detlef Fischer, Leiter des Vertriebs für Deutschland, Österreich und die Schweiz: "De facto gibt es heute eine Renaissance für die Nutzung der eigenhändigen Unterschrift: Einige Kreditinstitute hatten erwogen so genannte Kundenstammverträge einzuführen. Dabei würden Kunden nur einmal unterschreiben und für Transaktionen genüge dem Institut dann ein mündliches Einverständnis des Kunden. Der Wunsch war es, somit Kosten zu sparen und Prozesse beschleunigen. Tests mit diesem Verfahren in 2008 verliefen jedoch nicht überall zufriedenstellend. Es zeigte sich, dass Transaktionen, die aufgrund mündlicher Zusagen geschlossen wurden, nicht immer revisionssicher dokumentiert waren. Das wäre im Streitfall problematisch, weshalb die Dokumentation von Transaktionen per Unterschrift wieder zunehmend höher gewichtet wird."

Kontoeröffnung geht jetzt auch papierlos

Auf der Cebit wird unter anderem das elektronische Signieren von Formularen zur Kontoeröffnung gezeigt. Softpros "SignDoc" ermöglicht es, die statischen und biometrischen Daten der eigenhändigen Unterschrift verschlüsselt im PDF-Dokument zu speichern. Diese Daten können bei Bedarf zur Identifizierung des Unterzeichners genutzt werden. Bei den Kreditinstituten profitiert auch eine weitere Abteilung: Der Zahlungsverkehr freut sich über aktuelle Daten für die dort immer weiter verbreitete automatische Unterschriftenprüfung. Die Integrität eines Dokumentes wird wiederum gewährleistet durch geeignete Hash-Verfahren, so dass eine Verfälschung eines Dokumentes durch den Vergleich der Hash-Werte entdeckt werden könnte. Auf der Website von Softpro kann unter www.signdoc.de die jüngste Version der Software für diverse Formate herunter geladen und 30 Tage lang kostenlos getestet werden.

Breiter Einsatzbereich für elektronische Signaturen mit eigenhändiger Unterschrift

Überall, wo es keine gesetzliche oder rechtliche Vorschrift zur Anwendung der Schriftform gemäß BGB §126a gibt, können eigenhändige Unterschriften als Garant für Authentizität und Integrität Verwendung finden. Führende Mitarbeiter des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie sehen diese Form elektronischer Signaturen für 98% aller Geschäftsvorfälle geeignet. Fortgeschrittene elektronische Signaturen gemäß § 2 Abs.1 SigG 2001 können also bei zahlreichen Anwendungen - auch ausserhalb der Bankenwelt - eingesetzt werden. Die Liste der Anwendungsfälle ist lang und geht quer über die Branchen hinweg: Verträge, Beratungsprotokolle, Schadensanzeigen, Schadensdokumentationen, Gutachten, Protokolle aus Produktion und Service, Prüfberichte, Bezahlvorgänge, Empfangsbestätigungen, Patientenakten, Dokumentationen der Patientenaufklärung, Laborberichte, Arztbriefe, Bestellungen, Aufträge, Reservierungen, Bauberichte, Expertisen und vieles mehr.

Betrug mit Unterschriften nimmt im Zahlungsverkehr teilweise dramatisch zu

Seit Jahrzehnten ist dieser Bereich unter der Marke "SignPlus" die "klassische" Domäne von Softpro mit stetig wachsendem Kundenstamm. Während in den deutschsprachigen Ländern für den Einsatz der automatischen Unterschriftenprüfung das Kostensenkungspotential im Vordergrund steht, liegt der Schwerpunkt in vielen anderen Ländern auf der Betrugserkennung. Das umfangreiche Produktpaket leistet beides. Die Anzahl der Belege, die mit diesem Verfahren weltweit täglich geprüft werden, liegt derzeit bei über 25 Millionen Belege täglich - unter anderem weil große amerikanische Banken intensiv Softpros Technologie einsetzen. Das Modul zur Scheckprüfung - SignCheck - konnte sich in unabhängigen Tests immer wieder als Technologieführer durchsetzen - zuletzt eindrucksvoll bei einem Test für die Großbanken in den Vereinigten Staaten.

Mittlerweile wurde die automatische Unterschriftenprüfung auch eng mit den Prozessen aus dem Dokumentenmanagement verknüpft, womit weitere Einsparungen realisiert werden können. Im "Signatur Pavillon" werden Anwendungsbeispiele und aktuelle Neuerungen vorgestellt. Seit 2005 haben übrigens die Fälle von Überweisungsbetrug im deutschsprachigen Raum stark zugenommen (vgl. auch Eintrag in Wikipedia zum entsprechenden Stichwort). In Deutschland wurden 2007 36,2 Prozent mehr Fälle von Konten- und Überweisungsbetrug verzeichnet als im Vorjahr. Softpro sieht seine Aufgabe darin, Banken und Sparkassen davor zu bewahren öffentlich, aufgrund von Überweisungsbetrug, ins Gerede zu kommen.

Unterschriftenprüfung: Im Prinzip ganz einfach

Über Tablet PCs und speziell ausgewählte Schreibtabletts (zuweilen auch als "Pen Pads" bezeichnet), wie das SignPad, werden statische Bilder und dynamische Signale einer Unterschrift aufgenommen. Die Software von Softpro erfasst beide Merkmalsätze, speichert sie verschlüsselt und ermöglicht bei Bedarf eine verlässliche Prüfung. Die Prüfroutinen berücksichtigen jeweils auch die natürlichen Schwankungen in den Ausprägungen der Unterschrift von ein und demselben Unterzeichner.

Der Unterschrift selbst wird im Gegensatz zu anderen Authentifizierungsmerkmalen eine besondere Bedeutung zugemessen. Sie ist nicht nur ein personengebundenes Merkmal (wie auch das Fingerbild oder die Gesichtsstrukturen) sondern erfordert aktive Handlung. Werden auch die unsichtbaren Merkmale des Schreibdrucks und der Geschwindigkeit analysiert, fallen Fälschungen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf.

Kompakte Information in Vorträgen auf der Cebit

Auf der Cebit gibt es in unterschiedlichen Foren Fachvorträge zur Einbindung der eigenhändigen Unterschrift in elektronische Prozesse - beispielsweise am Dienstag, 3. März um 14:30 Uhr im DMS-Forum des VOI (Halle 3, C22).


 

Themenverwandte Berichte / Informationen

>> SOFTPRO Newsletter 01/09
inklusive solcher Themen wie "2008: Durchbruch für papierloses Unterschreiben", "Das Ende der Kritzelkisten", "Comeback der Unterschrift" und "Überweisungsbetrug in Deutschland"; ein Newsticker listet einige der jüngsten Anwenderberichte von Softpro; exemplarisch kommen einige Kunden zu Wort und wir werfen einen Blick auf die Zukunft der Erfassung und Prüfung von Unterschriften.
 

 

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